Revision [2648]

Letzte Änderung am 2011-05-30 07:08:43 durch DebLister
Additions:
Die sonst ?blich Gebundenheit an Raum und Zeit (Raum, den wir bewu?t aber kontinuierlich durchschreiten und die Zeit, die f?r uns linear und konstant schnell verl?uft) kann im Film gebrochen werden. Spr?nge in der Zeit und im Raum sind sogar essentielle Mittel des Filmes [[http://uk.bestessays.com/essay_service.html essay]]. In diesem Absatz wird Magdeburg erw?hnt. *g* Allerdings diktiert der Inhalt der Handlung einen gewissen nachvollziehbaren Umgang mit Raum und Zeit. So werden Szenen ?blicherweise in Echtzeit gezeigt und durch Spr?nge verbunden. Zeitlich parallele Handlungen m?ssen geschickt nacheinander oder kreuzweise montiert werden oder anders sichtbar angeordnet werden. ?berhaupt ist die zeitliche Abfolge im Film durch die Handlung kenntlich zu machen, sie kann nicht aus der Aufeinanderfolge geschlossen werden.
Deletions:
Die sonst ?blich Gebundenheit an Raum und Zeit (Raum, den wir bewu?t aber kontinuierlich durchschreiten und die Zeit, die f?r uns linear und konstant schnell verl?uft) kann im Film gebrochen werden. Spr?nge in der Zeit und im Raum sind sogar essentielle Mittel des Filmes. In diesem Absatz wird Magdeburg erw?hnt. *g* Allerdings diktiert der Inhalt der Handlung einen gewissen nachvollziehbaren Umgang mit Raum und Zeit. So werden Szenen ?blicherweise in Echtzeit gezeigt und durch Spr?nge verbunden. Zeitlich parallele Handlungen m?ssen geschickt nacheinander oder kreuzweise montiert werden oder anders sichtbar angeordnet werden. ?berhaupt ist die zeitliche Abfolge im Film durch die Handlung kenntlich zu machen, sie kann nicht aus der Aufeinanderfolge geschlossen werden.


Revision [2512]

Bearbeitet am 2008-11-05 15:15:55 von YodaHome
Additions:
==(projektionundflaeche)K?nstlerische Ausnutzung der Projektion von K?rpern und Fl?che==
Deletions:
==(projektionundflaeche)K?nstlerische Ausnutzung der Projektion von K?rpern und Fl?che


Revision [2511]

Bearbeitet am 2008-11-05 14:37:21 von YodaHome [added second part]
Additions:
==(grundbegriffe)?sthetische Grundbegriffe==
Gezeigt wurde: Film != Wirklichkeitsabbildung
Nun soll der Kunstbegriff n?her erl?utert werden. Es gibt zwei Wurzeln der Kunst: 1. Die Idee der Darstellung und Abbildung der Wirklichkeit 2. Gef?hl f?r Symmetrie und Gleichgewicht, einer gewissen Ordnung
So ersch?pft sich der Kunstgenu? des Durchschnittsmenschen immer noch in dem Vergleich der Abbildung mit dem Original. Tats?chlich legt es der K?nstler aber nicht darauf an, es geht nicht um die Rekonstruktion eines optischen Eindruckes sondern "der Charakter der Wirklichkeit [soll in einem] ganz anderen Material aufgefangen werden". Dazu m?ssen die Mittel deutlich sichtbar sein, denn "Kunstgenu? ist Vergn?gen ?ber das Gelingen einer bestimmt gearteten Aufgabe". Das Material des Filmk?nstlers ist dabei ?u?erst gef?hrlich, weil es der Wirklichkeit selbst schon sehr nahe ist und man Gefahr l?uft es so zu belassen. Die Kunst ist es aber die Mittel so einzusetzen, dass sie selbst einen Charakter vermitteln und damit den Inhalt oder Gegenstand unterstreichen. In der Geburtsstunde gen?gte der Film ausschlie?lich dem Darstellungstrieb, f?r die Kunst muss er auch dem Ornamentiertrieb gen?gen. Im Kino findet dies so keinen Platz bzw. kein Publikum.
==(projektionundflaeche)K?nstlerische Ausnutzung der Projektion von K?rpern und Fl?che
Nimmt Bezug auf die zuvor genannten M?glichkeiten der Projektion. Beispiel Chaplin, man sieht ihn ?ber die Reling eines Schiffes gebeugt, erst alls er sich umdreht wird klar, dass er sich einen Fisch geangelt hat. Die ?berraschungseffekt gelingt nur, weil die Perspektive so gew?hlt ist, dass sich zun?chst eine andere Vermutung dem Zuschauer aufdr?ngt. Zweites Beispiel eines Straft?ters, der eingef?hrt wird in dem zun?chst seine Str?flingsnummer gezeigt wird. Keine Ver?nderung der Wirklichkeit ist hierbei n?tig um die Symbolik zu zeigen.
Ferner ist es m?glich z.B. durch die Froschperspektive Menschen oder Orte m?chtig wirken zu lassen. Dadurch entsteht ein doppelter Effekt, der f?r einen k?nstlerischen Eindruck notwendig ist.
Wichtig ist aber auch, dass die formalen Mittel auch einen inhaltlichen Bezug haben und nicht nur der ?sthetik halber gew?hlt werden. W?hrend "raffinierte Bildeinstellungen" in den Anf?ngen als Kunstfehler verstanden wurden sind sie auch nur dann akzeptabel, wenn sie absichtlich eingesetzt werden, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. (geformte Wirklichkeitsabbildung)
Au?erdem sind diese visuellen Betonungen notwendig, um den Zuschauer auf die wichtigen Gegenst?nde und Aspekte zu sto?en, die er sonst -in der Wirklichkeit- wom?glich nicht beachten w?rde.
Dadurch wird der Betrachter auch motiviert sich intensiver mit dem Gegenstand zu besch?ftigen, seinen Charakter zur hinterfragen und zu deuten. Dazu wird das Beispiel einer Fotografie (Mann mit Hut von oben) herangezogen.
Dar?berhinaus k?nnen sich die K?rper auch verdecken und auch aus dieser Komposition ergeben sich f?r den Film interessante Chancen. Beispiel des Filmens durch ein Gitter. Der Filmemacher kann verdecken und betonen was sichtbar ist und wann es sichtbar wird um dadurch bedeutende Effekte zu erzielen und Beziehungen zu gestalten.
==(raeumlichetiefe) K?nstlerische Ausnutzung der r?umlichen Tiefe==
Die Fl?chenwirkung wird betont und wird auch als Vorteil bei ?berschneidungen verstanden, weil sie daf?r sorgt, Gegenst?nde nicht hintereinander sondern ?bereinander wahrgenommen werden. Au?erdem erh?lt sie die Unwirklichkeit im Filmischen Bild. Ein weiterer Effekt ist dass schnelle F?llen der Bildfl?che wie beim heranfahrenden Zug. Dieser Effekt wird durch die Fl?che beg?nstigt. Die Gr??enverschiebung und der fehlende Tiefenabstand tut hier ihr ?briges. (Beispiel zwei kleine Menschen auf einem gro?en Platz) Er wiederholt das Argument, dass nur durch diese Eigenschaften dem FIlm so viele Darstellungsm?glichkeiten zur Betonung, Hervorhebung und Markierung inne wohnen. Eine realistische Darstellung (zum Beispiel stereofilmische) k?nnte dies nicht bewerkstelligen.
Deletions:
bis 6. November


Revision [2471]

Bearbeitet am 2008-10-29 21:51:33 von YodaHome [added second part]
Additions:
Argument gegen den Film als Kunst: Die Wirklichkeit werde mechanisch reproduziert. Gegen dieses Argument soll im Folgenden Beweis gef?hrt werden.
==(projektion)Projektion von K?rpern in die Fl?che==
Beispiel eines W?rfels, je nach Standpunkt ist nur eine oder aber (maximal) drei Seiten gleichzeitig sichtbar und repr?sentieren den eigentlich r?umlichen K?rper zweidimensional. !Gesichtspunkt! Keine mechanische Abbildung m?glich, die Wahl der passendsten Ansicht ist Gef?hlssache -Gef?hl f?r Wirklichkeit-. Die Wahl des Gesichtspunktes (wohl nicht notwendigerweise ein k?nstlerischer Akt) kann mit der Absicht einer besonderen Wirkung geschehen.
==(raeumlichetiefe)Verringerung der r?umlichen Tiefe==
Menschliche Optik beruht auf zwei Augen, durch die Kombination der beiden Perspektiven entsteht r?umliche Tiefe. Film ist nur mit einer Kamera aufgenommen, was die Tiefe verringert und das Filmbild nicht-wirklicher macht. Raumwirkung kann anders erzeugt werden, der Film ist nicht nur fl?chig. Ferner wird Gr??en- und Formenkonstanz (also die objektive Gr??en- und Formenwahrnehmung, die automatisch im Gehirn korrigiert wird) eingeschr?nkt, die sonst aus der R?umlichkeit abzuleiten ist. Dazu tragen weitere Aspekte des Filmbildes wie fehlende Farben, Bildbegrenzung etc. bei.
==(farbenundbeleuchtung)Der Wegfall der Farben und die Beleuchtung==
Das Fehlen der Farben wurde zun?chst nicht als st?rend empfunden, obwohl aus der Graureduktion eine zutiefst unrealistische Optik erreicht wird, auch die Helligkeit und der Kontrast bleibt nicht erhalten. Einf?hrung des Begriffes der "partiellen Illusion" (wird sp?ter erl?utert), die bewirkt, dass der Zuschauer all das als getreue Darstellung akzeptiert. Beleuchtung tut ihr N?tiges dazu, um eine gut sichtbare Darstellung schon einfacher Gegenst?nde zu erhalten ist bewu?te Wahl des Hintergrundes und des Lichtes n?tig.
==(bildbgrenzung)Bildbegrenzung und Abstand vom Objekt==
Nat?rliches Gesichtsfeld ist begrenzt, durch Bewegung des Kopfes oder K?rpers wird dieses meist unbewusst ausgeglichen. Diese Begrenzung ist nicht mit der Filmbildbegrenzung zu vergleichen. Der Sehvorgang des Menschen setzt sich aus ganzen Einstellungen zusammen, die mit dem Photo nicht zu vermitteln sind. Um H?he, Tiefe, Gr??e etc. zu vermitteln sind visuelle Bezugssysteme im Bild vonn?ten, um den sonst erfolgenden Menschlichen Sehvorgang zu kompensieren. Bildausschnitt dient der Fokussierung - was soll betont dargestellt werden - und ist daher ein wichtiges k?nstlerisches Mittel. Ferner bestimmt die Projektion bei der Darstellung die Gr??e der gefilmten Gegenst?nde oder Personen. Dadurch wird auch die Wirkung von Bewegung entscheidend beeinflusst. Es ist also mehr oder weniger ausgeschlossen, dass der Zuschauer die vom Filmemacher beabsichtigte Sicht auf das Bild hat.
==(raumzeitlich)Wegfall der raum-zeitlichen Kontinuit?t==
Die sonst ?blich Gebundenheit an Raum und Zeit (Raum, den wir bewu?t aber kontinuierlich durchschreiten und die Zeit, die f?r uns linear und konstant schnell verl?uft) kann im Film gebrochen werden. Spr?nge in der Zeit und im Raum sind sogar essentielle Mittel des Filmes. In diesem Absatz wird Magdeburg erw?hnt. *g* Allerdings diktiert der Inhalt der Handlung einen gewissen nachvollziehbaren Umgang mit Raum und Zeit. So werden Szenen ?blicherweise in Echtzeit gezeigt und durch Spr?nge verbunden. Zeitlich parallele Handlungen m?ssen geschickt nacheinander oder kreuzweise montiert werden oder anders sichtbar angeordnet werden. ?berhaupt ist die zeitliche Abfolge im Film durch die Handlung kenntlich zu machen, sie kann nicht aus der Aufeinanderfolge geschlossen werden.
Der Bruch, der durch Orts- oder Zeitwechsel im Film entsteht ist auch nicht mit dem Umbau im Theater zu vergleichen, der eine sehr deutliche Z?sur darstellt, w?hrend der Wechsel im Film von jetzt auf gleich geschieht. Hier kommt wieder die partielle Illusion zum Tragen, das Fehlen der vierten Wand im Theater wird durch den Zuschauer akzeptiert, solange die Szene an sich der Wirklichkeit entspricht. Die Sprache, die Ausstattung, das Verhalten der Menschen mu? glaubw?rdig sein, aber bestimmte Abweichungen -wie eben das Fehlen der vierten Wand, sichtbare Kulissen etc -werden dann ausgeblendet. Die Zuschauer wissen von der Unwirklichkeit und akzeptieren diese. Der Film stellt mit bewegten Bildern auf einer Fl?che einen Raum dar und liegt somit zwischen B?hne und Photografie, was seine Mittel angeht. Die Bildfl?che bedeutet eben keinen realen Raum. Zeitabl?ufe m?ssen teilweise eingehalten werden, aber wiederum nicht vollst?ndig, Spr?nge sind m?glich.
Die Essenz der partiellen Illusion ist die Konzentration auf das Wesentliche. Der Mensch akzeptiert die in der Montage entstehenden L?cken (zeitlicher, r?umlicher oder optischer Natur, wie der Standpunkt der Kamera) wenn bestimmte wesentliche Aspekte der Wirklichkeit erhalten bleiben. So k?nnen Handlungen, Charaktere, das Sichtbare auf das Wesentliche beschr?nkt werden, das sind die Aspekte, die der Mensch auch in der Wirklichkeit zur Kenntnisse n?hme. Wird das Wesentliche bedient wirkt die Darstellung auf uns komplett und befriedigend, fehlende Aspekte kann das Gehirn selbstst?ndig einf?gen. Dabei ist der Eindruck des Filmes nie die Wirklichkeit, wir sind uns des virtuellen stets bewusst.
==(nichtoptisch)Wegfall der nichtoptischen Sinneswelt==
Die Wahrnehmung der Augen wird durch die ?brigen Sinne des menschlichen K?rpers erg?nzt, bestimmte fehlende Wahrnehmungen aus dieser Bandbreite heraus erg?nzt. So kann man durch den Gleichgewichtssinn auf visuelle Bewegung schlie?en, durch akustische Eindr?cke Entfernungen einsch?tzen usw. All diese Sinne werden im Film nicht aktiviert. Kippt die Kamera oder findet Bewegung statt, dann bleibt die R?ckmeldung aus, ob nun man selbst sich bewegt oder die Umwelt und welche Position man hat. Die Kamera ist kein Teil des K?rpers, folglich resultiert daraus eine falsche Wahrnehmung. Diese wird korrekt erst rekonstruiert aus der Tatsache, dass man sich der Nicht-Wirklichkeit der Darstellung bewusst ist und also wei?, dass sich nicht die Wand an der Kamera sondern die Kamera an der Wand entlang bewegt. Daraus entsteht die Relativierung der Bewegung. Durch Bezugspunkte kann man einer falschen Wahrnehmung entgegenwirken. Gleiches gilt f?r die Raumkoordinaten.
Die ?brigen Sinne wie H?ren, Geruch und Tasten - wobei H?ren nicht als unbedingt fehlend betrachtet wird - k?nnen und m?ssen durch Visualisierungen kompensiert werden, d.h. ein Schu? kann durch auffliegende V?gel, Rauch und das Umfallende Zielobjekt dargestellt werden. Inhalte die nicht alternativ visualisiert werden k?nnen (Ger?che z.B.) kann man im Film schlicht nicht darstellen.


Revision [2470]

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